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Es
gibt so viele Arten zu reisen wie es
Menschen gibt. Manche haben schon
fast die ganze Welt gesehen, oder
sind zumindest gerade dabei, sie zu
erobern. Meistens sind das solche,
die sich das leisten können. Nein,
auch das angesagteste
Gourmetrestaurant bringt den Kick
nicht mehr, den sie suchen, nicht
wirklich, und der ihnen aufgrund
ihres extrem stressigen Jobs und der
vielen Kohle, die sie verdienen, ja
wohl auch zusteht. Sie "machen"
nächstes Jahr den Tschad, so hört
sich das dann an. Oder es sind
Bildungsbeflissene, die echtes
Interesse haben für andere Länder
und andere Kulturen, die im wahrsten
Sinne des Wortes ihren "Horizont
erweitern" wollen. Natürlich gibt es
auch noch den Globetrotter, der aus
der Flower - Power Generation übrig
geblieben ist und sich mit dem
Rucksack und der Gitarre nach Indien
aufmacht, auf der Reise nach innen
und auf der Suche nach sich selbst.
Andere Leute wiederum haben eine
Familie gegründet und brauchen auch
mal Urlaub. Der richtet sich im
allgemeinen in entscheidendem Maße
nach den finanziellen Möglichkeiten
der Eltern und dem Alter der Kinder.
Mit Halbwüchsigen kann man auch eine
Tour durch Europas Hauptstädte mit
der Bahn planen oder die
Billigangebote der
Fluggesellschaften checken. Sich die
Ewige Stadt zu erwandern oder
Venedig mit dem Vaporetto zu
entdecken, schafft auch der
Verdienst einer allein erziehenden
Mutter und zum Übernachten es gibt
es ja immer noch die Jugendherberge.
Oder mit dem Wohnmobil an den
norwegischen Fjorden entlang zu
fahren, auf einer Nordsee - Hallig
(Gummistiefel nicht vergessen!) 14
Tage keinen Automotor anzulassen,
das kann ein wunderschöner
Familienurlaub sein.
Bei Familien mit (kleinen) Kindern
ist die Situation eine völlig
andere. Hier müssen sich die Wünsche
auch noch in das Korsett der
Schulferien zwängen lassen. Oder
Florian (3 Jahre) will keinen Tag im
Kindergarten versäumen, denn wenn er
wieder kommt, ist vielleicht Gregor
gar nicht mehr sein Freund. Und da
ist dann ja auch noch der Hund!
Alina (7 Jahre) würde
k e i n e s f a l l s mitfahren,
wenn man ihn bei Oma ließe.
Früher fuhr man als Familie mit
kleinen Kindern zu Verwandten, die
einen
Urlaub auf dem Bauernhof in der Eiffel
hatten, beispielsweise. Oder zu
Onkel Erwin, der kinderlos ist, aber
im Sommer immer sein Zelt am
Baggersee aufstellte. Da stellte man
seines einfach daneben und legte am
Abend ein paar Bratwürste mehr auf
den Grill. Heute aber wäre man wohl
kaum mehr damit zufrieden zu
stellen.
Der Radius der Entfernung ist
allerdings auch hier einer gewissen
Beschränkung unterworfen, denn in
aller Regel ist das Auto bei
Reisen
ein
Transportmittel. Aber eine
Familie kann mittlerweile dennoch
aus einer erstaunlichen Fülle von
Möglichkeiten für den Familienurlaub
auswählen und das für jeden
Geschmack und für jeden Geldbeutel.
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